Home > Blog > Diät Pizza - geht das?
Diät Pizza - geht das?

Diät Pizza - geht das?

Man soll es nicht für möglich halten, aber es gibt tatsächlich Menschen, die erfolgreich mit einer Pizzadiät abgenommen haben. Wir konnten es auch erst einmal kaum glauben, aber lesen Sie in unserem Beitrag zum Thema selber, wie das möglich ist.

Diät-Pizza - wahnsinnig toll oder einfach nur ein Wahn?

Diät-Pizza- gibt es sowas? Pizza gilt hier zu Lande als Fast Food und damit als Kalorienbombe. Wie also kommen die Begriffe Pizza und Diät überhaupt zusammen? Für Pasquale Cozzolino ergibt diese Wortkombination einen Sinn. Täglich Pizza essen und dabei abnehmen- das ist ihm tatsächlich gelungen. Doch wie? Sein Geheimnis hat er für “Pizzamarkt” und unsere treuen Leser in einem persönlichen Interview gelüftet!

Pasquale Cozzolino ist der lebende Beweis für den Erfolg der Diät-Pizza   

Allein die zwei Worte gemeinsam zu verwenden scheint kaum sinnvoll zu sein. Fast erscheinen die Worte in einem Zug ausgesprochen sogar etwas paradox. Wer würde denn nicht gerne Unmengen von dem geschmolzenen Käse-Traum genüsslich verspeisen und dabei auch noch einige Kilos verlieren? Wahrscheinlich solche, die mit Pizza nicht viel anfangen können... und das müssten dann wohl schon außerirdische Wesen sein! Denn Normalsterbliche lassen sich in der Regel nur allzu leicht und gerne von der würzig, käsigen Verführung verlocken. Ich traue also meinen Ohren kaum, als Pasquale Cozzolino, Chefkoch aus “Ribalta Pizzeria” in New York, mit dem Pizzamarkt-Team in Parma (Italien) bei der Pizza-Weltmeisterschaft 2017 in bester Laune darüber spricht, dass er mit seiner Diät-Pizza tatsächlich mehrere Kilos abgenommen hat. Und davon, nicht einmal wenige! Stolze 45 Kilogramm ist er jetzt leichter auf der Waage. Das erklärt auch seine überaus positive, fröhliche Stimmung beim Interview. 

Welche Zutaten braucht die Diät-Pizza?

Ich will natürlich erfahren, welche Geheimzutat Pasquale für seine wahre Wunder-Pizza verwendet und frage ihn, welche exakten Zutaten er für seine Diät Pizza verwendet. Pasquale betont, dass er Wert darauf legt, authentische, neapolitanische Pizzen herzustellen. Er sagt, dass sein Teig komplett ohne Butter oder jeglichen Zusatz von Ölen wie Olivenöl oder anderen Ölen auskommt. Hier scheint die Devise zu gelten, weniger ist mehr! Denn der Teig seiner Diät-Pizza wird lediglich aus vier Zutaten hergestellt: Wasser, Mehl, Hefe und etwas Salz. Das kann ja wohl nicht schon alles gewesen sein, denke ich mir und bohre noch ein wenig nach, welcher Belag denn auf seine Pizza kommt. Pasquale schmunzelt und antwortet wieder, dass die Toppings, die er verwendet, aus sehr schlichten Zutaten bestehen. Nur aus frischer Tomatensauce, einer dünnen Schicht Mozzarella Käse und einigen frischen Blättern Basilikum, antwortet er. Frische Zutaten seien besonders wichtig, denn in Convenience Produkten, verstecken sich oftmals Zucker oder andere unerwünschte (Zusatz-) Stoffe.

Der Wunder-Zutat auf der Spur

Ich hatte etwas Spektakuläres erwartet, vielleicht nur eine kleine Zutat, die den Unterschied bewirkt. Vielleicht hatte ich erwartet, dass irgend etwas von dem hoch gehypten Superfood, das in aller Munde ist, in seiner Diät Pizza vorkommt. Nun aber bin ich einfach verdutzt, denn das klingt nach einem zu einfachen Rezept, einer zu einfachen Antwort. Damit gebe ich mich nicht zufrieden, ich möchte wissen, wie ein Mensch 45 Kilogramm abnehmen kann, indem er dazu noch täglich Pizza isst! Solch eine Diät-Pizza brauchen wir definitiv auch endlich in Deutschland. Ich frage also Pasquale, wie er denn all die Kalorien seiner Diät-Pizzen los geworden ist. Und die Antwort verwirrt mich fast noch mehr, als die vorherigen Antworten. Er sagt, seine komplette Diät-Pizza hat nur etwa 570-600 Kalorien, wohingegen ein einzelnes Stück einer Pizza schon auf satte 400 Kalorien kommt.

Last but not at least...

Wahrscheinlich hat Pasquale mein ungläubiges Gesicht bemerkt, denn endlich erlöst er mich und sagt mir, dass er mir verrät, worauf es wirklich bei seiner Diät-Pizza ankommt! Nun war ich wirklich gespannt. Der Teig an sich, schien nicht auffallend anders, der Belag auch nicht, was also konnte es sein? Vielleicht irgendeine hoch komplexe Technik, die er verwendet, denke ich mir noch gerade, als Pasquale sagt, im Prinzip ist es ganz einfach. Es sei sogar eine solch einfache Sache, dass sie nicht nur in einer Pizzeria mit professionellen Maschinen angewendet werden kann, sondern jede Privatperson könne dies bei sich zu Hause ohne Maschinen handhaben.

Nun platze ich fast vor Neugier und Pasquale sagt, dass der Teig einfach nur ein wenig mehr von seinem Schönheitsschlaf braucht, um schließlich fit genug zu sein, die Kilos purzeln zu lassen! Er erklärt weiter, dass der Pizzateig in normalen Pizzerien zu kurz ruht. Er sagt, dass die Gehzeit des Teigs verlängert werden muss, das sei das größte Geheimnis seiner Diät-Pizza. Nun beginne ich eine leise Ahnung davon zu erhalten, worum es geht. Pasquale führt aus, dass durch die lange Gehzeit von 72 Stunden, schwer verdauliche Zuckermoleküle im Teig, abgebaut werden. Dadurch liegt ein solcher Pizzateig nach dem Genuss nicht nur leichter im Magen, sondern wird auch besonders schnell im Darm verdaut.  

Diese Antwort stellt mich nun zufrieden! Und zu aller Letzt lässt mich Pasquale noch wissen, dass er zwar jeden Tag seine leckeren, frischen Pizzen genießt, aber dafür die Finger weg lässt von Süßigkeiten, zucker- und kohlensäurehaltigen Getränken und die entstandene Lücke nun mit Obst, Gemüse und Bewegung ersetzt. Darauf verzichte ich auch gerne, wenn ich dafür jeden Tag eine köstliche Pizza essen kann! Also liebe Pizza-Unternehmer und Pizzabäcker, denkt bitte an all die überflüssigen Kilos Eurer Kunden und schenkt Eurem Teig einfach etwas mehr als die übliche Ruhezeit!

 

Bildquelle: fotolia 76819333, Urheber lassedesignen

Jetzt einen Kommentar zum Thema schreiben