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Meinungsverschiedenheiten zwischen Gast und Gastwirt

Meinungsverschiedenheiten zwischen Gast und Gastwirt

Die Ansprüche der Kunden an eine Pizza sind hoch. Doch was tun, wenn tatsächlich mal ein Gast unzufrieden ist? Wir haben ein paar clevere Tipps für Sie!

Gastronomie: Clever verschenken, aber ohne Verluste

Etwa 2,63 Millionen Deutsche besuchen im Jahr 2015, laut einer Statistik mehrmals wöchentlich Restaurants, Gaststätten oder Kneipen. Rund eine Millionen Deutsche nutzen mehrmals pro Woche einen Lieferdienst für Pizza und andere fertige Mahlzeiten. Bei all den Besuchen und Bestellungen ergeben sich hin und wieder Situationen, in denen die Meinungen von Gast und Gastwirt voneinander abweichen.

Wir beschäftigen uns heute mit der Unternehmensposition und mit folgenden Punkten:

  • Unter welchen Umständen muss ein Gast für sein Essen nicht bezahlen, wann aber doch?

  • Warum unnötiges Essen verschenken vermieden werden sollte.

  • Wie verhalten sich clevere Pizzerien und andere Lieferservice Unternehmen, wenn Warenmangel beanstandet wird?  

  • Tipps für eine Optimierung in ihrem Restaurant, damit die Verkaufszahlen erhöht werden und die Verluste minimiert.

Geschmack ist kein Qualitätsmangel

Wenn einem Gast bei einem Restaurantbesuch das Essen nicht gemundet hat und er gehen möchte ohne dafür zu bezahlen, dann ist dieser Grund nicht ausreichend dafür, dass er nicht bezahlen muss. Der Grund stellt weder einen Qualitätsmangel noch einen anderen Mangelzustand dar, denn Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Nachbesserung

Ist jedoch das Essen verbrannt, versalzen oder der Salat welk, so sollte der Gast dies gleich kundtun. Er sollte auch äußern, wenn die Beschreibung des Menüs nicht mit dem servierten Gericht übereinstimmt. Wenn dies unverzüglich geschieht, besteht Anspruch auf eine kostenlose Nachbesserung des Kochs. Wird das Gericht anschließend einwandfrei serviert, erledigt sich die Angelegenheit.

Kostenlos

Bei einem schlimmeren Erlebnis, wie einem schwimmenden Pflaster oder großen Käfer in der Suppe, kann es durchaus sein, dass dem Gast der Appetit vergeht und er kein neues Gericht mehr wünscht. Hier ist es völlig angebracht, dass der Gast sein Essen nicht bezahlen muss.

Kosten für den Wirt

Einwandfreie Getränke, die bestellt und konsumiert wurden, sind zu bezahlen. Ebenfalls muss gezahlt werden, wenn der Kunde das Gericht verspeist und sich anschließend beschwert. Oftmals ist einem Gast hier nicht bewusst, wie eng die Ausgaben eines einfachen Gastronomie Betriebes, einer Pizzeria oder eines Imbisses kalkuliert sein müssen.

  1. Er bedenkt hierbei nicht, wie kostenaufwendig es ist, zunächst Zutaten einzukaufen, die, wenn es nicht vom Inhaber selbst erledigt wird, auch Personalkosten neben den Einkaufskosten beinhalten.

  1. Hiernach wird ein schmackhaftes Gericht von einem Koch zusammengestellt (plus Stromkosten).

  1. Schließlich wird das Gericht von einem Kellner serviert oder für den Verzehr zu Hause von einem Fahrer geliefert.

Die Kosten, welche bei dem Prozess entstehen bevor das Gericht beim Kunden landet, sind gemessen an dem Preis, den der Endverbraucher zahlt, relativ hoch. Das bedeutet für die Pizzeria oder jeglichen Unternehmer, dass der Gewinn recht gering ausfällt. Wird hier etwas unnötig verschenkt, bedeutet das dennoch, dass die Arbeitsleistung die investiert wurde, um das Produkt herzustellen oder auszuliefern, getragen werden muss. Diese Rechnung rentiert sich nicht für Restaurants, Pizzerien oder Imbisse. Größere, namhafte Firmen außerhalb der Gastronomie Branche hingegen können es sich leisten bei Promotionaktionen mehr zu verschenken. Ihre Produkte sind auf einen solch hohen Profit ausgerichtet, dass kostenlose, kleine Give- aways keinen großen Verlust für sie bringen.

Gewinne für das Restaurant

Lohnenswerter als kostspielige und unrentable Geschenke sind Rabatte für die Mitarbeiter. Personalrabatte liegen im Ermessen des Arbeitgebers und stellen eine freiwillige Leistung dar, die wirtschaftlich betrachtet jedoch beiden Seiten zugute kommt.

  • Der Mitarbeiter erhält durch einen Personalrabatt einen spürbaren Preisnachlass auf die Produkte des Betriebes und neigt dadurch öfter dazu, im eigenen Betrieb zu “konsumieren”. Das Geld bleibt dadurch im Unternehmen.

  • Durch seinen Konsum im Restaurant kennt der Mitarbeiter die Gerichte, die er serviert und kann sich so ein eigenes Urteil bilden. Auf Kundenfragen kann er besser eingehen und diese authentisch beantworten, ohne unpassende Standardantworten zu verwenden.

Tipp: Bieten Sie ihren Angestellten Rabattangebote an, wenn Sie während der Arbeit im Betrieb essen oder privat als Kunden in das Restaurant kommen! Sollten die Mitarbeiter in ihrer Freizeit kommen, können Sie ihnen bedenkenlos einen Rabatt zwischen 20 - 25 % anbieten, den diese auf ihre gesamte Gruppe anwenden können. Das rentiert sich rechnerisch betrachtet, definitiv.

Soweit haben wir geklärt, wie Sie vorgehen können, wenn in Ihrem Restaurant ein Mangel beanstandet wird. Jetzt bleibt noch zu klären, wie sie vorgehen sollten, wenn bei einer Lieferdienst Bestellung Beschwerden auftreten. Hier ist es wesentlich schwieriger zu prüfen, inwieweit Mängel gerechtfertigt sind. Damit nicht jeder Beliebige anruft und behaupten kann, dass die gelieferte Ware nicht ordnungsgemäß war, sollten Sie zu Ihrer Sicherheit eine Liste mit Name, Adresse und Telefonnummer darüber führen, wer bereits eine kostenlose Bestellung beansprucht hat.

Und schließlich bleibt jedem Unternehmen zu wünschen, mit aller Sorgfalt zu arbeiten, damit der Kunde ein tolles Ergebnis geliefert bekommt und das Geschäft auf Hochtouren läuft!

 

Bildquelle: 80373278 fotolia, Urheber Nick Freund

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