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Knusprige Pizza-Kruste

Knusprige Pizza-Kruste

Wer denkt einen perfekten Pizzateig kann man "mal eben" zubereiten, irrt. Echtes Handwerk ist gefragt, wenn es darum geht, eine perfekte Pizza-Kruste herzustellen. Lesen Sie unsere Schritt-für-Schritt Anleitung und probieren es aus.

Schritt für Schritt - Anleitung zur knusprigen Pizza-Kruste

Sie haben schon viele Varianten ausprobiert um das Ergebnis zu erzielen, welches Sie sich vorstellen, aber irgendwie will es nicht so richtig gelingen? Damit machen wir jetzt Schluss! Wir zeigen Ihnen in unserer Anleitung, wie Sie ohne große Bemühungen eine perfekte, knusprige Pizza-Kruste zaubern.

Pizzen mit dicker Kruste

Manche Pizzen wollen einfach keinen dünnen knusprigen Rand ergeben, meinen so manche Pizzabäcker, die schon etliche Rezepte und Varianten ausprobiert haben. Trotz aller Bemühungen entsteht oftmals entweder eine dicke Kruste oder gar keine knusprige Kruste, sondern eher ein weicher Teig-Rand. Doch auch wenn die Lösung für dieses Problem sehr simpel ist, tut sich selbst so manch erfahrener Pizzaiolo schwer damit! Mit unseren sechs einfachen, aber wirksamen Tipps, dürfte Ihnen schon bald eine Pizza mit einer dünnen, knusprigen Kruste in Ihrem Pizza-Betrieb gelingen! Doch nun alles der Reihe nach.

Den Teigball im Kühlschrank gehen lassen

Sie verwenden Ihr übliches Pizzateig-Rezept, vermischen alle Zutaten des Teiges und kneten diesen zu einem Ball. Nun kann der Teig gehen und dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Sie lassen den Teig 45 Minuten lang bei Zimmertemperatur gehen
  2. Sie decken den Teig mit Frischhaltefolie ab und stellen ihn anschließend über Nacht in den Kühlschrank

Wir empfehlen die zweite Methode, denn dabei entfaltet sich wesentlich mehr Aroma im Teig und er enthält eine feinere Porung als dies bei der kurzen Gärzeit von 45 Min. der Fall ist. Bevor der gekühlte Teig nach der Nacht verarbeitet wird, sollte er aus dem Kühlschrank genommen, ca. 20 Minuten bei Raumtemperatur stehen, damit er sich “entspannt” und leichter weiterverarbeitet werden kann.

Gönnen Sie Ihrem Pizzateig die nötige Ruhe

Beachten Sie bitte, dass Sie die Folie zwischendurch unter keinen Umständen abheben, sonst fällt der Pizzateig wieder zusammen. Nachdem Sie nun die Folie am nächsten Morgen erst abheben und mehrere Teigstücke vom Teig abtrennen, formen Sie diese zu glatten Kugeln. Nun decken Sie die Teigbälle mit Folie ab und lassen diese mindestens fünf Stunden, besser acht bis 10 Stunden, ruhen. Die optimale Zimmertemperatur sollte um die 25 Grad Celsius betragen.

Stretchen nicht ausrollen!

Geben Sie die Teigbälle auf Ihre Arbeitsfläche, ohne den Teig dabei großartig zu berühren, damit die Gärgase der Hefe nicht entweichen. Dies gelingt Ihnen gut mit Hilfe eines Spatels. Drücken Sie anschließend den Teig zunächst behutsam mit Ihren Fingerspitzen. Dabei werden die eingeschlossene Luftblasen vorsichtig an den Rand des Pizzateigs geschoben, so dass der Rand später mit kleinen Luftblasen gefüllt ist. Kneten Sie den Teig bitte nicht mehr und verwenden Sie kein Nudelholz, das würde die wertvollen Gärgase der Hefe zerstören.

Nun können Sie den Teig sachte ziehen bzw. stretchen. Unerfahrene Pizzabäcker dehnen den Teig mit ihrer Hand viel zu weit nach außen. Dabei wird lediglich der mittlere Teil des Teigs stark gezogen, während der Rand unbehandelt bleibt. Für eine dünne Kruste, ist es also wichtig, den gesamten Teig gleichmäßig zu strecken. Eine unsachgemäße Dehnung kann dazu führen, dass Ihre Pizza nach dem Backen zu weich oder schlaff wird.

Die 6 ausschlaggebenden Punkte für eine knusprige Kruste im Überblick:

  • Den Teigball über Nacht unbedingt im Kühlschrank gehen lassen
  • Teigstücke erst am nächsten Morgen abtrennen, zu Kugeln formen
  • Die Kugeln acht bis zehn Stunden bei etwa 25 °C ruhen lassen
  • Die Teigbälle nur mit Hilfsmittel (Spatel) zur Arbeitsfläche befördern
  • Den Teig mit Fingern drücken und stretchen - kein Nudelholz verwenden
  • Den Teig gleichmäßig vorsichtig ziehen, nicht nur den mittleren Teil


Viel Erfolg beim Ausprobieren!


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