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Pizza Franchise im Vergleich Teil 1

Pizza Franchise im Vergleich Teil 1

Wie bei jeder Existenzgründung ist auch eine ausgiebige Recherche notwendig, wenn man sich für ein Pizza Franchise Konzept entschieden hat. Viele Fragen gilt es zu klären, um vor unangenehmen Überraschungen gefeit zu sein. Passt der Standort? Kann die Einstiegsgebühr aufgebracht werden? Ist ausreichend Eigenkapital vorhanden? Diese und weitere Fragen sollten Sie in Ihre Überlegungen einbeziehen. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, welcher Franchisegeber der passende für Sie ist, haben wir in unserer dreiteiligen Artikelserie alles Wissenswerte auf einen Blick zusammengefasst.

Wir machen Sie fit für Ihre Pizza-Franchise-Gründung: 11 Pizza-Franchise-Systeme im Vergleich Teil 1

Die systematische Herangehensweise ist folgendermaßen: nachdem Sie sich zunächst mit den unterschiedlichen Konditionen der Pizza-Franchise-Systeme näher befasst haben, werden Sie nach und nach Franchisegeber ausschließen und in der Regel fallen nur einige Partner in die engere Auswahl. Doch wie gelingt es Ihnen, herauszufinden, welches von den übriggebliebenen, interessanten Pizza-Franchise Systemen die für Sie in Frage kommen, am besten für Sie geeignet ist und wie gehen Sie hiernach Schritt für Schritt vor?

Leistungen der Pizza-Franchisegeber fallen unterschiedlich aus

Sollten mehrere Pizza-Franchise-Systeme nach Ihrem Ausschlussverfahren übrig bleiben, bleibt Ihnen nichts anderes, als die Franchisegeber miteinander zu vergleichen und Ihren klaren Favoriten unter den Alternativen auszumachen. Setzen Sie sich ausgiebig und systematisch mit den Bedingungen der für Sie in Frage kommenden Pizza-Franchisegeber auseinander und vergleichen Sie jeweils Investition und Verdienstmöglichkeiten einzelner Franchise Konzepte. Sie haben die Möglichkeit Kontakt zum Systemmanagement der Franchise-Zentrale aufzunehmen und sich umfassend hinsichtlich der Leistungen zu informieren. Gewisse Leistungen wie Franchisevertrag, Betreuung für Franchisenehmer und Möglichkeiten für deren Schulung, Training, Einarbeitung und Mentoring und einem geschützten Know-how müssen allen Franchisenehmern jeglicher Franchise Konzepte geboten werden. Dennoch fallen die konkreten Leistungen, die die Franchise Konzepte den Franchisenehmern bieten, unterschiedlich aus.

Holen Sie alle relevanten Zahlen und Informationen ein!

Haben Sie sich bereits für eines von 4 Pizza-Franchise-Modellen entschieden, wählen Sie einen geeigneten Standort mithilfe einer Standortanalyse aus. Sobald sichergestellt ist, dass Ihr gewählter Standort innerhalb des Vertragsgebietes liegt, ist die erste Hürde gemeistert. Sie werden hiernach vom Franchisegeber in die Systemzentrale eingeladen und erhalten einen realen Eindruck von dem jeweiligen Franchise Konzept. Der Franchisegeber hat Sie, gemäß der vorvertraglichen Aufklärungspflicht, mit umfassenden Informationen, die bei Ihrer Entscheidungsfindung von Nutzen sind, aufzuklären. Er ist verpflichtet Ihnen unaufgefordert und aktiv Informationen bereit zu stellen.

Pizza-Franchise Unternehmen im Vergleich:

Franchisegeber Domino’s Pizza

Derzeit zählt Domino’s etwa 379 Filialen in Deutschland. Eine beachtliche Anzahl, wäre diese Zahl nicht aus zwei großen Übernahmen der größten Konkurrenten im deutschen Pizza Markt entstanden. Vor den beiden Übernahmen lag die Zahl der Filialen von Domino’s bei bescheidenen 21 Filialen. Nach der erfolgreichen Übernahme des damaligen Marktführers, Joey’s, in 2016, folgte die des zweitgrößten Pizza-Franchise Unternehmens, Hallo Pizza, mit 170 Filialen. Mit etwa 379 Filialen, einer stetigen Erweiterung und Flexibilität der Menü-Karte und technischem Fortschritt gewährleistet der Franchisegeber, dass Kunden sich ganzjährig auf interessante Entwicklungen seitens Domino’s erfreuen können. Dafür erwartet Domino’s von seinem Franchisenehmer ein Eigenkapital in Höhe von mindestens 40.000 Euro. Die Einstiegsgebühr beträgt 15.000 Euro. Die laufende Franchise-Gebühr liegt bei 5,5 % und die Werbegebühr bei 5 %. Die Vertragslaufzeit gilt für 10 Jahre, wonach eine Verlängerung um weitere 10 Jahre möglich ist.

Franchise-Gebühren auf einen Blick

Investitionssumme 150.000 € - 200.000 €                                                                                  
Eigenkapital 40.000 €
Einstiegsgebühr 15.000 € zzgl. Mwst.
Franchise-Gebühr 5,5 %
Werbegebühr 5 %
Vertragslaufzeit 10 Jahre (Verlängerung um weitere 10 Jahre)

 

Franchisegeber Call-a-Pizza GmbH

Call-a-Pizza ist eines der ersten deutschen Pizza-Franchise-Unternehmen und zählt derzeitig mit über 100 Standorten zu dem zweitgrößten Pizza-Franchise-Unternehmen in Deutschland. Das Unternehmen erweitert das Angebot seiner Speisekarte stetig und passt es an die Wünsche der Konsumenten an. Seit 2016 ist es möglich, vegane Pizzen zu bestellen oder jede individuell zusammengestellte Pizza vegan zu bestellen. Franchisenehmer müssen mit einer Investitionssumme von ca. 100.000 Euro rechnen. Mindestens 20.000 Eigenkapital sind zu investieren. Die Einstiegsgebühr beträgt 10.000 Euro. Die Vertragslaufzeit beläuft sich auf fünf Jahre, welche um weitere 5 Jahre verlängert werden kann.

Franchise-Gebühren auf einen Blick

Investitionssumme 110.000 €                                                                                                                                       
Eigenkapital 20.000 €
Einstiegsgebühr 10.000 €
Franchisegebühr 5 %
Werbegebühr 4 %
Vertragslaufzeit 5 Jahre, danach Verlängerungsoption um weitere 5 Jahre

 

Franchisegeber Pizza Hut

In Deutschland existiert Pizza Hut seit über 50 Jahren und zählt derzeit insgesamt 73 Standorte, die sich aus Restaurants und Express-Service-Stores zusammensetzen. Damit ist es das drittgrößte Pizza-Franchise-Unternehmen in Deutschland. Populär ist das Unternehmen sicherlich auch für seine beliebte Eigenkreation den “cheesy crust”, den geschmolzenen Käse in der Pizza Kruste. Für die Gründung eines Franchise-Unternehmens bei Pizza Hut muss der Franchisenehmer verhältnismäßig tief in die Tasche greifen; das erforderliche Eigenkapital liegt bei mindestens 500.000 Euro, mehr als 10 mal so hoch wie bei dem deutschen Marktführer Domino’s. Auch die Vertragslaufzeit ist verhältnismäßig hoch: diese liegt im Standard bei 20 Jahren. Pizza Hut bietet seinen Franchisenehmern drei verschiedene Möglichkeiten an. Zum einen ein traditionelles Pizza Hut Restaurant, zum anderen einen Pizza Hut Express Store (welcher räumlich kleiner ausfällt und mehr auf die Mitnahme von Speisen ausgelegt ist) und einen Lieferservice, welcher in der Regel in einem der zwei Modelle integriert ist.

Franchise-Gebühren auf einen Blick

Investitionssumme 600.000 € - 1.500.000 € (abhängig von Standort und Größe des Standortes)             
Eigenkapital 500.000 €
Einstiegsgebühr 35.000 €
Franchisegebühr 6 % von dem Nettoumsatz
Werbegebühr 6 % vom dem Nettoumsatz
Vertragslaufzeit 20 Jahre

 

Franchisegeber Vapiano

Mit dem innovativen Leitsatz “fresh-casual-dining” entwarf das Fastfood-Restaurant 2002 ein neues Konzept, dass sich schnell hoher Beliebtheit erfreute und hohe Umsätze feierte. Innovativ war die Kombination aus Restaurant-Atmosphäre mit heller, offener, moderner Innenausstattung wie den großen Tischen aus Eichenholz und Sitzbänken, an denen die schnell zubereiteten Gerichte wie Pizza, Pasta und Salate entspannt verzehrt werden. Mittlerweile gibt es in Deutschland etwa 68 Filialen. Vapiano spart sich Kosten für Kellner, da sich die Gäste ihr Essen nach einem Show-Cooking, bei dem sie die Zubereitung aus nächster Nähe erfahren, selber zu Tisch mitnehmen. Bereits in 2004, zwei Jahre nach der Eröffnung des ersten Restaurants, bot Vapiano ein Franchise-System an. Für die Gründung eines Franchise-Unternehmens hat der Franchisenehmer eine einmalige Gebühr von 50.000 Euro aufzuwenden. Die laufende Gebühr beträgt 5 - 7.5 % zuzüglich der Mehrwertsteuer vom Gesamt-Nettoumsatz. Die Werbegebühr liegt bei 1 % des Nettoumsatzes. Hinzu kommen jeweils Kosten für laufenden Systemlieferantensummand und Gesamtproduktbelieferung von 0 - 1 % vom Gesamtnettoumsatz.

Franchise-Gebühren auf einen Blick

Investitionssumme 900.000,00 € - 1.200.000,00 € (abhängig von Standort und Größe des Standortes)
Eigenkapital 350.000 €
Einstiegsgebühr 30.000 € zzgl. Mwst.
Franchisegebühr 6 % von dem Nettoumsatz zzgl. Mwst.
Werbegebühr 1 % von dem Nettoumsatz zzgl. Mwst.
Vertragslaufzeit 20 Jahre

 

Lesen Sie auch folgende Beiträge zum Thema, um einen vollständigen Überblick über Ihre Möglichkeiten als Franchisegründer zu erhalten:

Pizza Franchise - fit für die Gründung?

Pizza Franchise im Vergleich Teil 2


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