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Pizza Lieferservice – Preissteigerungen greifen um sich

Pizza Lieferservice – Preissteigerungen greifen um sich

Pizza Lieferdienste haben im wahrsten Sinne alle Hände voll zu tun. Denn das italienische Nationalgericht erfreut sich auch hierzulande größter Beliebtheit, und dabei nutzen immer mehr Menschen das praktische Angebot, ihre Pizza bestellen zu können und einfach nach Hause geliefert zu bekommen. Die stetig steigende Beliebtheit von Lieferdiensten beweisen eindrücklich auch die großen Umsatzsteigerungen der großen Lieferservices für Pizza & Co.

Rekordumsätze am Pizzamarkt

Am Beispiel von einem großen deutschen Pizza Lieferservice und Marktführer im Bereich Pizza Lieferdienste zeigen sich aber nicht nur die signifikanten Umsatzsteigerungen, sondern ein weiterer Trend, über den sich Kunden und Pizza-Fans weniger freuen dürften.

Damit Sie sich ein Bild machen können: Der Hamburger Pizza-Lieferservice Joey´s Pizza bringt seit einem Vierteljahrhundert die beliebten italienischen Teigfladen, mit den vielfältigsten Zutaten verfeinert und belegt, zu den Menschen nach Hause – und das mit wachsendem Erfolg. In Zahlen ausgedrückt: Rund 5000 Mitarbeiter sorgen in mehr als 200 Betrieben deutschlandweit dafür, dass die Kunden ihre Lieblingspizza schön heiß und möglichst schnell geliefert bekommen. Mit einer Umsatzsteigerung um 5,4 Prozent im Jahr 2014 im Vergleich zu 2013 konnte der beliebte Pizzalieferdienst mit 135 Millionen Euro einen neuen Jahresumsatzrekord erzielen. Allein der Dezember 2014 war laut Auskunft von Joey’s Pizza der bisher stärkste Monat überhaupt in der 25-jährigen Geschichte des großen Lieferdienstes. Eigentlich müsste man meinen, dass auch die Kunden sprichwörtlich in den Genuss des Erfolges kommen sollten – doch das Gegenteil ist nun wohl der Fall.

Mamma mia – o Du teure Pizza…

Das neue Jahr bringt nämlich saftige Preissteigerungen. Man darf gespannt sein, wie das den Kunden schmecken wird… Denn mit Preiserhöhungen von bis zu 50 % könnte das kostenmäßig doch spürbar ins Gewicht fallen. Ein Beispiel: die kleine Basispizza mit 25 cm Durchmesser. Kostete sie bis September 2014 noch 3,99 Euro, so müssen die Pizza Lieferservice Kunden bei Joey’s Pizza nun 5,99 Euro dafür aufbringen. Ob das manch einem vielleicht zu sehr auf den Magen schlägt?

Und ob dann der Hunger noch größer ist als der Wunsch, Geld zu sparen, wird sich auch bei der großen Pizza mit 32 cm zeigen. Eine nach Wunsch belegte Pizza von ursprünglich 11,84 Euro kostet nun 14,96 Euro – eine Steigerung von 26 %. Auch Pastafreunde müssen nun etwas tiefer in die Tasche greifen, ebenso gibt es Preissteigerungen beim Salat (in beiden Fällen zwischen 1,00 und 1,50 Euro). Doch wo sind die Gründe für diese Preiserhöhungen im Pizzamarkt zu suchen? Denn Joey’s Pizza ist hier nicht der einzige Lieferant, der mit den Pizza-Preisen anzieht.

Neben den Zutaten, den Personalkosten, den Fixkosten für den Standort und alle weiteren Kosten, die bei der Preisberechnung berücksichtigt werden müssen, ist ein großer Aspekt die Verpackung. Auch hier gibt es großes Einsparpotential und eine teils unüberschaubare Anzahl an Lieferanten. Wie für den richtigen Pizzakarton entscheiden? Was ist die bessere Wahl für den eigenen Lieferdienst - ein ganz einfacher, herkömmlicher Pizzakarton oder doch eher die personalisierte Variante in Form des Pizzakarton mit eigenem Logo? Stellen Sie bei uns Ihre Anfrage - wir beraten Sie gerne und vermitteln Ihnen einen passenden Lieferanten!

Pizzamarkt immer mehr unter Druck?

Joey’s Pizza Service GmbH Geschäftsführer Karsten Freigang, nach den Gründen für die doch deutlichen Preiserhöhungen befragt, nennt mehrere auslösende Aspekte: Einerseits reagiere der Pizza Lieferdienst auf gestiegene Einkaufspreise für die benötigten Zutaten, auf der anderen Seite seien auch die gestiegenen Lohnkosten eine finanzielle Herausforderung, die zu meistern seien. Letzteres sei vor allem mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes zu erklären, der zu einer ökonomischen Mehrbelastung führe. Doch dies sei leider noch nicht alles: Denn auch nicht unerhebliche Unterhalts- und Anschaffungskosten für einen umweltfreundlichen und modernen Fuhrpark machten diese deutlichen Preissteigerungen leider notwendig.

Schwieriger werdende Rahmenbedingungen für Pizzalieferdienste

Dass insbesondere der gesetzliche Mindestlohn eine zusätzliche Belastung – nicht nur für die zahlreichen Pizza Lieferdienste – darstellen, zeigt ein Beispiel: Verdienten die Fahrer eines durchschnittlichen Pizzalieferanten bis vor kurzem etwa 5 Euro in der Stunde (je nach Unternehmen und Bundesland/Region sowie das Trinkgeld nicht mit einberechnet), so sind jetzt 8,50 Euro zu bezahlen – ein relativ großer Unterschied.

Auch wenn Freigang keineswegs ein Gegner des Mindestlohnes ist (ganz im Gegenteil: er setzte sich bereits 2013 dafür ein), so verursacht die neue gesetzliche Regelung nun eben Mehrkosten, die allerdings insgesamt zu positiven Veränderungen führen: Denn erst durch den Mindestlohn kann eine Gleichheit bei den Lohnkosten unter den zahlreichen Wettbewerbern erreicht werden, was dem immer mehr verbreiteten Lohndumping ein Ende bereite.

Wenn Kosten eingespart wurden, dann insbesondere im Bereich der Löhne. Dort wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt sehr oft, so Freigang, „unverhältnismäßig niedrige Löhne“ bezahlt. Aus diesem Grund gründete Joey’s Pizza zusammen mit anderen Pizza Lieferdiensten im Herbst 2014 den „Verein zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs in der Nahrungsmittel- und Gastronomiebranche“ – eben um eklatante Wettbewerbsverstöße vor allem im Lohnbereich aufzudecken.

Nicht nur Qualität, auch Fairness...

…hat also seinen Preis. Das ist Konsumenten nicht immer bewusst, allerdings hat von einer Lohnabwärtsspirale am Ende niemand etwas. So kommt es zwar am gesamten Pizzamarkt zu mehr oder weniger deutlichen Preissteigerungen, allerdings kommt z.B. Joey’s Pizza den Kunden in einem anderen Punkt im Vergleich zu früher erfreulicherweise auch entgegen: Denn für das Erreichen des Mindestbestellwertes werden nun auch Desserts und Getränke gezählt.

Von den Preiserhöhungen sind aber auch die Kunden anderer Pizza Lieferdienste betroffen. Vielleicht fällt das Verständnis für die gestiegenen Preise leichter, wenn man bedenkt, dass die Mitarbeiter der Service Unternehmen nun einen höheren und auch gesetzlich festgelegten Mindestlohn erhalten. Immerhin sind sie es, die dafür sorgen, dass wir bequem und möglichst schnell die Lieblingspizza im Haus haben. Und darüber hinaus gibt es ja auch immer wieder Aktionen und Treuekunden-Rabatte, die eine gewisse Preisersparnis bringen.

Tipps, um günstig und gut Pizza online bestellen zu können

  • Preise vergleichen lohnt sich und geht online auch relativ einfach und schnell. Gegebenenfalls auf Bewertungen anderer Kunden achten (Sterne etc.)!
  • Nutzen Sie Tagesaktionen und erkundigen Sie sich nach Rabatten für mehrfache Bestellungen (z.B. 10-mal bestellen und 1 Pizza gratis).
  • Am günstigsten kommen Sammelbestellungen, damit auf jeden Fall Lieferkosten nicht bezahlt werden müssen. Über Mindestbestellmenge im Vorfeld informieren.
  • Wenn Sie bereits unterwegs sind, können Sie auch Ihre Pizza selbst mitnehmen – wenn die Anlieferung entfällt, sparen Sie ebenfalls bares Geld.
  • Wenn Sie für mehrere Personen bestellen, sind weniger und dafür größere Pizzen günstiger und ergiebiger als viele kleine Pizzen.

Fazit: Preiserhöhungen sind aus vielfältigen Gründen oftmals unumgänglich.

Dass sich Kostensteigerungen vom Lebensmitteleinkauf über Sprit bis hin zu Personalkosten letztendlich auch auf den Endverbraucher auswirken, ist eigentlich logisch. Wenn Qualität, Service und Geschmack stimmen, sind diese Preissteigerungen am Pizzamarkt auch in einem gewissen Rahmen erträglich – wie die Kunden langfristig darauf reagieren werden – ob Sie weiterhin ihre Pizza online bestellen oder lieber öfter selbst kochen – das wird sich erst zeigen. In einem weiteren Beitrag zum Thema haben wir für Sie zusammengefasst, wie Sie Preiserhöhungen erfolgreich umsetzen können.

Ihr Pizza Branchen Experte Deutschlandweit – Pizzamarkt.de

 

Bildquelle: fotolia 70902950, Urheber lassedesignen

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