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Pizza Nera - Schwarze Pizza

Pizza Nera - Schwarze Pizza

Haben Sie sie schon gesehen - die schwarze Pizza? Immer neue Trends machen auch vor der Pizzabranche nicht halt, doch nicht jeder Trend setzt sich auch durch. Die schwarze Pizza - überflüssig oder hip? Dem mit Aktivkohle angereicherten Teig wird eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt, gut möglich, dass wir ihn in Zukunft öfter in Pizzerien zu essen bekommen.

Der schwarze Trend: Pizza Nera

Für Pizza-Liebhaber gibt es schon alle möglichen kuriosen Pizza-Produkte, die Sie vielleicht noch gar nicht kennen oder auch nur erahnen könnten: Tom Seefurth braute ein Pizza-Bier, Mark Crames entwarf ein Pizza-Parfum, das käuflich ist und der Pizza-Lipbalm von Regina Panzeca, welches zunächst nur begeisterte Anhänger in Texas fand, ist mittlerweile sogar weltweit zu bestellen. Nun gibt es einen neuen Pizza-Trend: die schwarze Pizza.

Wodurch wird eine normale Pizza zur schwarzen Pizza?

Damit sind nicht Belag und Teig oder Blasen im Teig gemeint, welche schwarz, also verkohlt aus dem Ofen geholt werden, wenn die Pizza viel zu lange drin war. Es sind auch nicht schwarze Zutaten wie Oliven oder Tintenfisch gemeint, die als Belag auf die Pizza kommen. Gemeint ist tatsächlich eine Pizza, die in unverbranntem Zustand eine schwarze Färbung im gesamten Teig enthält. Nicht nur der Rand der Pizza ist hierbei schwarz, sondern der ganze Pizzaboden. Die schwarze Färbung erhält der trendige Pizzateig durch die Zuführung von Aktivkohle während der Zubereitung des Teiges. Je nach der Dosierung der Aktivkohle, ist die Farbe mal ein grau-schwarz, mal tiefschwarz. Daher trägt die Pizza in Italien den Namen Pizza Nera oder auch Gothic Pizza. Doch warum sollte ein Pizzabäcker überhaupt auf die Idee kommen, seinen Pizzateig mit Aktivkohle schwarz zu färben?

Pizza Nera: Von der Armenspeise zur Haut Cuisine

Vermutlich kommt der Trend aus Italien, doch wer der “Erfinder” ist, ist unklar. Vielmehr scheinen verschiedene Pizzerien und Restaurants mehr oder weniger zeitgleich auf die außergewöhnliche Idee gekommen zu sein. Salvatore Olivella, der Inhaber eines italienischen Restaurants, färbte in seiner Restaurantküche zunächst Nudeln und Mozzarella schwarz ein; später kamen schwarze Pizzen dazu. Seinen Gerichten verleiht er damit eine einzigartige Optik. In seinem Restaurant in Süditalien verwendete der Sternekoch, Vitantonio Lombardo, Aktivkohle für seine Pizzen, um der Pizza einen neuen Ruf zu verleihen. Denn in Italien gilt Pizza bis heute als “Speise der Armen”, da sie günstig erworben werden kann und gut sättigt. Laut Lombardo hat seine Pizza Nera erst durch die besondere Farbe Anerkennung in der Haut Cuisine bekommen. Für die Gäste seines Sternebetriebes musste seine Pizza-Kreation etwas anspruchsvoller sein, es sollte etwas Exzellentes sein; so entstand die Idee der Pizza Nera in seinem Restaurant.

Die besonderen Vorteile der Pizza Nera

Doch nicht nur die Farbe der Pizza Nera ist außergewöhnlich. Die Aktivkohle wird aus Pflanzen gewonnen und soll gut für die Gesundheit, vor allem für die Verdauung sein. Sie entsteht bei der Verbrennung von Holz oder anderen pflanzlichen Materialien und ist insoweit gesundheitsförderlich, als dass sie (Gift-)Stoffe bindet und diese aus dem Magen leitet. Aktivkohle besitzt zahlreiche, winzige Poren, wodurch sie sich im Magen wie ein Schwamm verhält, welcher Giftstoffe im Verdauungstrakt aufnimmt und diese aus dem Körper leitet. Dadurch liegt die Pizza schließlich leichter im Magen. Doch nicht nur in Italien besticht die schwarze Pizza oder wie es dort auf Italienisch heißt “Pizza Nera”, sondern auch in England, in den Vereinigten Staaten und Deutschland ist der Trend längst übergesprungen.

Schmeckt die schwarze Pizza überhaupt?

Aller Erwartung nach, schmeckt die Aufsehen erregende Pizza Nera auffallend unauffällig! Tatsächlich unterscheidet sie sich geschmacklich kaum von dem klassisch, hellen Pizzateig. Doch der Boden ist biegsamer und leichter. Einige Pizzabäcker verwenden zum Färben Ihrer Speisen Sepia, doch die Wirkung davon ist nicht vergleichbar mit der von Aktivkohle. Lombardo empfiehlt bei der Kreation einer Pizza Nera, die Zutaten für den Belag an den innovativen Teig anzupassen und keine gewöhnlichen Zutaten wie Tomaten und Mozzarella zu nutzen. Er selbst belegt seine Pizza Nera mit Trüffel, Kartoffel, Frischkäse und Bauchspeck. Das ist für ihn eine gelungene Kombination zu dem schwarzen Pizzateig.

Die schwarze Pizza hat es längst auch auf Instagram geschafft und findet dort bereits viel positiven Zuspruch bei den Usern. Populäre Ketten wie Pizza Hut und KFC bieten “schwarze” Speisen an. Bei Pizza Hut kann eine schwarze Pizza mit Meeresfrüchten oder schwarze Spaghetti zu einem schwarzen Getränk bestellt werden.


Bildquelle: fotolia 115342527, Urheber Comugnero Silvana

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